Ablauf einer EMDR Sitzung
Wird in der Phase der Traumaverarbeitung EMDR eingesetzt, versucht die Klientin/der Klient, sich in eine als problematisch erinnerte Situation oder ein solches Gefühl hineinzuversetzen und folgt gleichzeitig mit den Augen für 1-2 Minuten der sich hin- und her bewegenden Hand der Therapeutin oder des Therapeuten. Wenn dies sich als schwierig erweist, gibt es andere Möglichkeiten der Anregung beider Gehirnhälften ( z.B. antippen der Hände, Knie oder akustische Signale…) Dann wird besprochen, was während der Verarbeitung mit den Augenbewegungen in der Klientin/dem Klienten vorging. Danach geht es mit dem Besprochenen wieder in die weitere Verarbeitung mit den Augenbewegungen.

So setzt sich dieser Prozess in einer Sitzung fort, bis die Klientin/der Klient sich deutlich entlastet fühlt. Selbstverständlich hat die Klientin/der Klient jederzeit die Möglichkeit, den Prozess zu unterbrechen, z.B. wenn es ihr/ihm für den Moment zu belastend wird. Zu betonen ist hier, dass die Kontrolle über den Prozess jederzeit bei der Klientin/ dem Klienten liegt.

Wozu dient dieses Vorgehen?
Die Hin- und Herbewegungen (bilaterale Stimulationen) dienen der Anregung beider Gehirnhälften. Es ist typisch für ein Trauma, sehr abgekapselt und ganz anders als „normale Erinnerungen“ im Gehirn abgespeichert zu sein. Großen Teilen des Gehirns ist die traumatische Erinnerung zumeist gar nicht zugänglich. Durch die Anregung (bilaterale Stimulation) beider Gehirnhälften in Verbindung mit Erinnerungsbildern, Flashbacks, Gefühlen, etc. kann eine Neuverarbeitung traumatischer Erinnerungen stattfinden. Die im “hot system”, also dem emotionalen Gedächtnis gespeicherten und oft dort erstarrten Erinnerungen können durch EMDR ins “cool System” des Hippocampus transportiert werden. Hier geschieht eine ganzheitliche

Einordung des Erlebten. Das Geschehen kann in seinem Gesamtzusammenhang erkannt und nun richtig verarbeitet werden. In dem Zeitraum nach der Sitzung kann es zu Erinnerungen und Träumen kommen, auch neue Einsichten können gewonnen werden – diese gilt es wahrzunehmen und in der folgenden Sitzung mit dem Therapeuten zu besprechen um dort fortzufahren. Im Verlauf der Therapie können so schrittweise die alten belastenden Erinnerungen verarbeitet werden und den Klienten sich Möglichkeiten eröffnen, die belastenden Symptome zu verabschieden und schrittweise zu einem befreiteren und zufriedeneren Leben zu finden. EMDR “macht also keine Traumata weg”, was auch gar nicht möglich ist, jedoch ist es ein äußerst hilfreiches Werkzeug bei der möglichst sanften und adäquaten Aufarbeitung von traumatischen Lebensereignissen.

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